ACTON RocketSkates   Kauf    Testbericht    Fazit

ACTON RocketSkates
www.rocketskates.com

ACTON RocketSkates
ACTON RocketSkates
ACTON RocketSkates

Wie alles begann

Als ich im vergangenem Jahr einen Beitrag im TV über die ACTON RocketSkates gesehen habe, konnte ich es nicht abwarten, sie einmal selbst zu testen. Selbstfahrende Inliner – total futuristisch – und in dem Produktvideo vom Hersteller ACTON einfach total freaky anzusehen. Bis zu 12MPH schnell – rund 20kmh! Die Akkulaufzeit soll bis zu 90min sein!

Immer wieder durchsuchte ich das Netz nach einem Verkäufer in Deutschland, allerdings fand ich nur eine Hand voll Beiträge von der CES 2015 in Las Vegas. Dort hat ACTON die RocketSkates ausgestellt. Das Fahren erweist sich bei den Messebesuchern als lernbar- wie das Fahrradfahren. Letztendlich habe ich aus dem Onlineshop direkt von ACTON die Skates bestellt.


Bestellung

Placed order 02.04.2015 – Bestellt. Für schlappe 667 USD (rund 600 €) inkl. Versand habe ich mir die R-8 Version in den Einkaufswagen geladen. Die Bezahlung ging unkompliziert via Paypal. Zum Bestellzeitpunkt wurde mir mitgeteilt, dass das Paket um den 20.04.15 verschickt werden würde. ACTON ist in Los Angeles, Kalifornien ansässig, so hat es mich sehr gewundert, als ich am 18.04 eine Mail mit einer DHL-Express Tracking Nummer bekommen habe, deren Sendungsstart in Hong Kong ist. D. h. ACTON selbst scheint hier nur der Vertrieb zu sein. Der Versand also findet direkt aus China bzw. Hong Kong statt. Diese Vorgehensweise erinnert mich stark an Apple, welche seine neuen iPhones via UPS auch direkt aus China verschickt. So ging es mir im letzten September mit meinem iPhone 6 Plus.

So machten sich meine RocketSkates innerhalb drei Tagen einmal um die halbe Welt nach Leipzig, wo die Verzollung stattfinden würde. Eine Rechnung klebt am Paket dran, so wird sich für den deutschen Zoll die Einfuhrumsatzsteuer errechnen lassen. Achtung: diese liegt bei 19% in Deutschland. Des weiteren fallen Verzollungsgebühren an. Wenn Ihr also auch RocketSkates (oder andere Waren aus einem Drittland) bestellen wollt, müsst Ihr an diese Zusatzkosten denken!


Allgemeines

Ich habe mir dieses Video mehrmals angesehen.

Hierbei gibt es ähnlich wie beim Skaten mit einem Skateboard immer einen Fuß der vorne steht. Das ist auch wichtig da es einen „Lead Skate“ (erkennbar an der roten Schnalle) und einen „Follower Skate“ gibt. Über den Lead Skate bestimmt man die Geschwindigkeit und der gibt es an den Follower Skate weiter. Das ganze wird mittels Bluetooth an den anderen Skate übertragen.

Es gibt drei Geschwindigkeitsstufen welche man über die App wählen kann: Beginner, Normal und Pro.

Die Geschwindigkeit während des Fahrens wird über die Federung an der Ferse gesteuert.

Drücke ich mit der Ferse bzw. die Feder in Richtung Boden, wird man langsamer (bremst). Hebe ich die Ferse an, beschleunigt man. Klingt einfach oder?

Ich habe mir noch für 40 € einen Helm besorgt- ich bin der Meinung, wenn ich knapp 700,00 € für die RocketSkates ausgeben kann, muss das für ein wenig Sicherheit drin sein.


Tag der Lieferung

Am 21.04.15 war es dann soweit. Vier Tage, nachdem es aus Hong Kong verschickt worden war, kam das Paket an. Das Warten hat ein Ende!

Lieferung RocketSkates

Erster Eindruck

Kennt Ihr den Geruch von Eurem neuen iPhone / Smartphone wenn man es auspackt? So ähnlich riechen auch die RocketSkates. Da kommt einem das Lächeln übers Gesicht.

Ich dachte, dass die Skates schwerer sein würden. Vom ersten Gefühl ein ganz netter Eindruck. Die Verarbeitung ist sauber. Ich würde die Skates als solide bezeichnen, so wirken sie.

Was total überirdisch aussieht, ist, dass nur das allernötigste dran ist, um sich fort zu bewegen!


Lieferumfang

Inhalt: 2x RocketSkates, 2x Netzteile mit Schukostecker-Netzteile (passt für Deutschland!), 2x Imbusschlüssel, Anleitung (auf Englisch).

Lieferumfang RocketSkates

In der Anleitung wird alles detailliert erklärt. Man soll sie vor dem ersten Gebrauch 2 Stunden laden. Das geht noch, ich habe da schon ganz andere Modellautos gehabt.

Die generelle Ladezeit liegt zwischen 1,5 und 2,5 Stunden (je nach Modell). 600 Ladezyklen machen die Akkus mit.

Ich dachte, dass evtl. das Netzkabel nicht passt und ich noch einen Adapter besorgen muss. Aber auch an das hat ACTON gedacht. Es waren zwei Netzteile (für jeden Skate eins) mit passendem Schuko-Stecker. Das Aufladen ist ganz einfach: die LEDs am Netzteil leuchten grün am Netz. Wenn der Skate geladen wird orange und wenn voll geladen wieder grün. Ich erwähne noch kurz dass der Ladeanschluss im oberen, inneren Bereich der Sohle ist.

In der Bedienungsanleitung finden sich sehr viele Sicherheitshinweise, welche durchaus sinnvoll sind. Nur mit Schützern, Helm und entsprechender Kleidung fahren.

Es können sogar schwerere Rocketskater fahren, das Maximalgewicht liegt bei 275LBS, das sind rund 125kg.

RocketSkates

Bevor es nun wirklich losgehen kann, muss noch die „Footstrap“ Fußschnalle auf die optimale Länge gebracht werden. Das ist bei mir nicht notwendig gewesen. Deswegen sind die zwei Imbusschlüssel dabei. Wäre aber in fünf Minuten erledigt gewesen.

Nach kurzem Studium der Anleitung geht’s dann endlich los.


First Ride

Die RocketSkate App habe ich bereits vorab heruntergeladen und eingerichtet. Jetzt geht’s los!

Hinein geschnallt und iPhone raus – Bluetooth an – App an. RocketSkates an! Mit einer Melodie begrüßen die Skates mich auf dem verlassenen Parkplatz eines Discounters. Die Skates wurden gleich von der App gefunden und verbunden. Im Display sehe ich – 100% Akkuleistung. Ich stelle ein: Beginner Mode.

Rechter Fuß vorne – Lead Skate und mit etwas Schwung anstossen. Ich fahre. Ich rolle. Das ist anders als Inlineskaten. Es ist etwas wie „schweben“!

Langsam tastete ich mich heran und benötigte am Anfang eine Hand, an der ich mich festhalten konnte, sonst wäre ich hingefallen. Meine Freundin war so freundlich und hat mich begleitet. Nach wenigen Minuten bin ich allerdings schon die ersten Kurven solo gefahren. Es ist wirklich ein bisschen wie Fahrrad fahren. Man muss es erst lernen!

Normal Mode – Am Anfang sollte man es nicht übertreiben, denn wenn die Teile auf Geschwindigkeit kommen sollte man auch noch bremsen können. An diesem Punkt ist es meiner Meinung nach am gefährlichsten, auf die Nase zu fliegen. Man sollte einfach nicht vergessen, dass man mit dem Lead Skate die Ferse nach unten drücken muss um zu bremsen. Bitte nicht ohne Helm probieren!

Nach 1,5 Stunden Parkplatz-Drive habe ich laut App immer noch 60% Akku. Es ist übrigens auch anstrengender, als ich dachte. Wenn man den Dreh allerdings raus hat ist es wirklich fast wie „fliegen“ oder „schweben“. Mit passender Körperhaltung und Gewichtsverlagerung fahre ich nun Kurve für Kurve und habe richtig Spaß dabei! Das Beste daran ist wirklich das Feeling. Einzigartig. Bei keinem Skateboard oder Inlineskates hatte ich gleichartiges. Man kann es damit auch gar nicht vergleichen. Die Geschwindigkeit ist ebenfalls überragend – und der Durchzug der 55 Watt Brushless Elektromotoren ist gigantisch. Das hatte ich so nicht erwartet.

Wer sich einmal die RocketSkates anschauen will, kann sich gerne bei mir melden!

Fazit RocketSkates

Fazit

Insgesamt bin ich absolut begeistert von der neuen Art der Fortbewegung. Ich kann mir vorstellen, dass die RocketSkates in der Großstadt viele Vorteile haben können. Man skatet in die U-Bahn, zur Arbeit/in die Uni und Abends zu seinen Freunden. Es geht schnell, macht vor allem richtig Spaß! Und man kann auch mal zwei Haltestellen früher aussteigen. Man ist sehr flexibel, da ganz normale Straßenschuhe verwendet werden können. Erlernen kann das RocketSkaten jeder innerhalb weniger Stunden und der Akku ist auch gleich wieder voll für die Heimreise. Die solide und stabile Bauweise verspricht langes Fahrvergnügen und wenn einmal die Reifen runter sind, kann man sich neue bei ACTON bestellen. Das nächste Mal wird nicht zum Einkaufen gegangen sondern „Rocket-ge-skatet“.

Viele Grüße,
Ludwig

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